Ende


Eine junge Frau geht eine Sackgasse entlang. In ihren Händen hält sie einen Schlüssel mit einem Namensschildchen daran - neun Buchstaben in neun unterschiedlichen Farben. Sie öffnet das Gatter. Der Garten, in dem sie nun steht, wirkt verwildert. Das Haus hatte schon einmal bessere Tage erlebt. Lange Zeit blieb es unberührt, ebenso wie die Natur darum. Das Haus strebt dem Verfall entgegen, wenn sich nicht bald jemand küm­mern kommt, um es zu erhalten, der Garten hingegen seiner größten Blüte, gerade, weil ihm niemand half, sondern er so be­lassen wurde und dadurch wachsen konnte, wie ihm die Sinne danach standen. Die junge Frau denkt an Rosen und lächelt.

Sie schaut in ihre Hand, in der der Schlüssel ruht, dann dreht sie ihn im Schloss und tritt über die Schwelle. Ihr Blick fällt auf das Foto einer Frau mit einem Lächeln im Gesicht, die sie freundlich zu begrüßen scheint, die Augen zur Treppe gerichtet. Neugierig steigt sie die Stufen empor. Sie sieht ein Fenster, durch das die Sonne scheint. Überall stehen Boote. Sie alle tragen den gleichen Namen, doch jedes eine andere römische Ziffer dahin­ter. Nur das größte Boot heißt anders. Die junge Frau lächelt und wischt sich eine Träne von der Wange.

„Woher wusstest du, dass ich bis hierher kommen würde?“, denkt sie. Sie berührt die Buchstaben des Bootes. Es sind die gleichen, wie auf dem Namensschildchen, neun Buchstaben in neun unterschiedlichen Farben.